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Pflichtschulungen im KMU ohne Papierkram

Der Papierkram entsteht nicht durch die Schulungen. Er entsteht dadurch, dass niemand an einer Stelle sieht, wer welche braucht und wann sie fällig wird. Die Lösung ist eine einzige Tabelle mit fünf Spalten: Rolle, Pflicht, Turnus, zuletzt absolviert, nächste Fälligkeit. Wer sie hat, beantwortet die Fragen, die aus Revision, Aufsicht oder Geschäftsleitung üblicherweise kommen, in Minuten statt in Tagen. Wer sie nicht hat, sucht in Ordnern, Postfächern und Erinnerungen.

Fabian Kreher2 Min. Lesezeit
Dieser Beitrag liegt noch nicht in der gewählten Sprache vor. Übersetzung folgt, hier die deutsche Fassung.
Aufmacher zum Beitrag: In zwei Stunden zur ersten Schulungs-Matrix
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Tabelle, fünf Spalten. Rolle, Pflicht, Turnus, zuletzt, fällig. Mehr braucht die erste Fassung nicht.
  • Nach Rollen führen, nicht nach Personen. Das ist der Unterschied zwischen einer Tabelle, die ein Jahr hält, und einer, die beim ersten Eintritt zerfällt.
  • Im KMU trägt eine Person mehrere Rollen. Genau deshalb ist die Zuordnung dort aufwendiger als im Konzern, nicht einfacher.
  • Der Nachweis ist die zweite Frage. Erst muss klar sein, wer was braucht. Was ein tragfähiger Beleg enthält, ist ein eigenes Thema.
Begriff: Pflichtschulungs-Matrix

Eine Übersicht, die jeder Rolle im Unternehmen die Schulungen zuordnet, die für sie verpflichtend sind, mit dem vorgesehenen Turnus, dem Datum der letzten Absolvierung und der daraus folgenden Fälligkeit.

Sie ist ein Planungswerkzeug, kein Nachweis. Sie zeigt, wer was braucht und was fehlt. Ob eine absolvierte Schulung im Ernstfall belegbar ist, entscheidet der Beleg, nicht die Matrix.

Warum sind Pflichtschulungen im KMU aufwendiger als im Konzern?

Weil dort eine Person mehrere Rollen trägt. In einem Konzern ist die Einkäuferin Einkäuferin. In einem Betrieb mit vierzig Mitarbeitenden ist dieselbe Person Einkäuferin, Ersthelferin, Datenschutz-Ansprechperson und Stellvertretung in der Kasse. Vier Rollen, vier Pflichtenbündel, eine Person.

Deshalb geht die Zuordnung nach Abteilung im KMU regelmässig schief. Sie unterstellt, dass Abteilung und Aufgabe dasselbe sind. Das ist im grossen Unternehmen meistens so und im kleinen fast nie.

Die fünf Spalten, und was ohne sie fehlt
  • Rolle. Nicht die Person und nicht die Abteilung. Eine Rolle bleibt, auch wenn jemand geht.
  • Pflicht. Was diese Rolle braucht, in einer Zeile benannt. Ohne diese Spalte diskutieren Sie jedes Jahr neu.
  • Turnus. Jährlich, alle zwei Jahre, einmalig beim Eintritt. Ohne Turnus gibt es keine Fälligkeit, nur ein Gefühl.
  • Zuletzt absolviert. Mit Datum, je Person. Das ist die einzige Spalte, die personenbezogen ist.
  • Nächste Fälligkeit. Rechnet sich aus den beiden Spalten davor und ist der Grund, warum die Tabelle überhaupt existiert. Sie ist der Punkt, der in den meisten Aufstellungen fehlt.

Vier Spalten beschreiben den Ist-Zustand. Die fünfte macht daraus ein Werkzeug, mit dem sich etwas planen lässt.

Wie kommen Sie in zwei Stunden zur ersten Fassung?

Nicht, indem Sie vollständig anfangen. Vollständigkeit ist das Ziel der dritten Fassung, nicht der ersten.

Der Weg zur ersten Fassung
  1. Rollen sammeln, nicht Personen. Gehen Sie die Lohnliste durch und notieren Sie, was jemand tut, nicht wo er sitzt. In den Betrieben, mit denen wir gesprochen haben, waren es meist zehn bis fünfzehn Rollen, auch bei sehr unterschiedlicher Grösse.
  2. Je Rolle die Pflichten nennen. Was Sie sicher wissen, tragen Sie ein. Was unklar ist, markieren Sie als offen und lassen es offen. Eine ehrliche Lücke ist besser als eine erfundene Zeile.
  3. Nur den Turnus ergänzen. Die Daten der letzten Absolvierung kommen später. Der Turnus allein zeigt Ihnen bereits, wo Sie in den nächsten zwölf Monaten Arbeit haben.

Nach diesen drei Schritten haben Sie keine vollständige Matrix. Sie haben aber zum ersten Mal eine Liste, über die sich reden lässt.

Wenn Sie nicht bei einer leeren Tabelle anfangen wollen: Wir haben die fünf Spalten mit Beispielzeilen als Vorlage abgelegt, unter Pflichtschulungs-Matrix je Abteilung. Welche Pflichten in der Schweiz überhaupt in Frage kommen, ordnet Welche Pflichtschulungen sind in der Schweiz vorgeschrieben?

Was ist der häufigste Fehler?

Die Tabelle nach Personen zu führen. Sie fühlt sich am Anfang natürlicher an, weil Sie Menschen kennen und Rollen abstrakt sind. Sie zerfällt beim ersten Eintritt, beim ersten Austritt und bei der ersten internen Versetzung.

Zwei Wege, dieselbe Tabelle zu führen

Nach PersonenNach Rollen
Zerfällt mit der FluktuationÜberlebt die Fluktuation
Jede neue Person bedeutet eine neue Zeile, die jemand von Hand mit Pflichten füllt.Eine neue Person bekommt eine oder mehrere Rollen zugewiesen, die Pflichten kommen automatisch mit.
Nach einem Jahr weiss niemand mehr, warum eine bestimmte Person eine bestimmte Schulung hatte.Und die Begründung steht in der Tabelle, nicht im Kopf der Person, die sie angelegt hat.

Der Aufwand ist beim ersten Aufsetzen gleich. Er unterscheidet sich ab dem Tag, an dem sich etwas ändert.

Wo unsere Zuständigkeit endet. Welche Pflichten Ihr Betrieb tatsächlich hat, hängt von Branche, Tätigkeit, Aufsicht und Zertifizierung ab und ist im Einzelfall zu klären. Dieser Beitrag beschreibt, wie Sie die Übersicht führen, nicht, was hineingehört. Und ein KALYX-Nachweis ist ein selbst ausgestellter Schulungsnachweis. Er ist kein amtlich anerkannter Branchenabschluss und keine behördliche Bestätigung, dass Ihre Pflichten erfüllt sind.

Woran erkennen Sie, dass es funktioniert?

An drei Fragen, die sich ohne Rückfrage beantworten lassen. Erstens: Wer hat in den nächsten drei Monaten etwas fällig? Zweitens: Bei welcher Rolle fehlt aktuell etwas? Drittens: Wenn morgen jemand eintritt, was braucht diese Person in der ersten Woche?

Solange eine dieser Fragen eine Recherche auslöst, ist die Matrix noch nicht fertig. Wenn alle drei aus der Tabelle heraus beantwortbar sind, haben Sie den Papierkram hinter sich, unabhängig davon, ob die Tabelle in einer Software steht oder in einer Kalkulationsdatei.

Der zweite Teil ist der Beleg. Eine Matrix zeigt, dass jemand geschult werden musste und wann. Sie zeigt nicht, dass er es wurde. Worauf es dabei ankommt, steht in Wie beweise ich, dass meine Mitarbeitenden geschult sind?

Einordnung

Dieser Beitrag beschreibt ein Vorgehen, keine Rechtslage. Er nennt bewusst keine Normen, weil die Pflichten je nach Branche, Tätigkeit und Aufsicht verschieden sind. Die Angaben zur Anzahl der Rollen und zum Zeitbedarf für die erste Fassung sind Erfahrungswerte aus Gesprächen, keine Erhebung.

Stand: 20. August 2026. Dieser Beitrag ist eine Einordnung und keine Rechtsberatung.

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Fabian Kreher
Fabian Kreher
Gründer von KALYX

KI-Entwurf, fachlich geprüft und freigegeben von Fabian Kreher am 12 settembre 2026.

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