Was NFP 77 über digitale Weiterbildung sagt, und warum es Unternehmen genauso betrifft
Das Nationale Forschungsprogramm NFP 77 hat den digitalen Wandel an Schweizer Schulen untersucht. Ein Befund gilt weit darüber hinaus: Weiterbildung muss kontinuierlich sein und echtes Können hinterlassen, nicht nur abgehakte Kurse.
Dieser Beitrag entstand als Antwort auf einen Impuls der Digital Learning Hub Sek II auf LinkedIn zum NFP 77. Zum Originalbeitrag auf LinkedIn
Der Befund
Das Nationale Forschungsprogramm «Digitale Transformation» (NFP 77) des Schweizerischen Nationalfonds hat fünf Jahre lang untersucht, wie die Schweiz den digitalen Wandel gestaltet. Ein Schwerpunkt war die Bildung. Das Ergebnis ist unbequem. Das Bildungssystem stattet Lehrpersonen noch nicht ausreichend mit den Kompetenzen und der Unterstützung aus, um den digitalen Wandel wirklich zu gestalten.
Besonders ein Punkt sticht heraus. Schulungen konzentrieren sich häufig auf operative Fertigkeiten, also darauf, wie man ein einzelnes Werkzeug bedient. Was fehlt, ist das technologisch-pädagogische Fachwissen, die Fähigkeit, Technologie sinnvoll und im Zusammenhang mit dem eigenen Fach einzusetzen.
Fachwissen allein befähigt Lehrpersonen nicht, dieses Wissen mit neuen digitalen Mitteln zu vermitteln.
Impuls 6 aus dem Synthesebericht lautet deshalb klar. Kontinuierliche digitale Weiterbildung muss möglich sein, nicht als einmalige Einführung, sondern als Dauerlinie.
Was NFP 77 über Weiterbildung sagt
Der Befund bleibt nicht bei der Schule stehen. Das NFP 77 hält ausdrücklich fest, dass auch Unternehmen und ihre Mitarbeitenden laufend in digitale Kompetenzen investieren müssen, und dass diese Kompetenzen über alle Bildungsstufen und das ganze Leben hinweg systematisch gefördert werden sollten.
Das ist die eigentliche Botschaft. Der digitale Wandel ist keine rein technische Aufgabe, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche. Er gelingt nur, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenwirken. Für einen Betrieb heisst das, Weiterbildung nicht als Kür zu behandeln, sondern als Teil des Betriebs.
Warum das jeden Betrieb trifft
Tauschen Sie «Lehrperson» gegen «Mitarbeitende» und «Schule» gegen «Unternehmen», und der Befund liest sich unverändert. Auch in Betrieben wird Weiterbildung oft als einmaliges Ereignis gedacht, ein Kurs, ein Haken, erledigt. Dabei zeigt dieselbe Forschung, dass isolierte Werkzeugkunde verpufft, wenn sie nicht im Arbeitsalltag verankert ist und nicht mit dem Fachwissen zusammenwächst.
Für Pflicht- und Fachthemen, von Datenschutz über Arbeitssicherheit bis zu fachlichen Standards, gilt dasselbe. Eine Schulung, die einmal im Jahr durchgeklickt wird, erzeugt keine Kompetenz. Kompetenz entsteht, wenn Weiterbildung kontinuierlich, nah am Fach und überprüfbar ist.
Was am Ende bleibt
Es gibt eine zweite Frage, die im Bildungsbericht mitschwingt und Unternehmen genauso betrifft. Was bleibt den Menschen am Ende in der Hand?
Wer sich kontinuierlich weiterbildet, sammelt Lernfortschritt an. Zu oft verschwindet dieser Fortschritt in einem internen System oder in einem Zwischenzeugnis, das niemand prüfen kann. Genau hier setzen wir bei KALYX an. Wir sorgen dafür, dass aus abgeschlossener Weiterbildung ein echter Nachweis wird, fälschungssicher über eine eigene Prüfsumme und einen offenen Standard (Open Badges 3.0), jederzeit von Dritten überprüfbar, und datenschutzkonform in der Schweiz und der EU gehalten.
Ein solcher Nachweis ist mehr als ein Zertifikat für die Ablage. Er ist etwas, das die lernende Person behält und mitnimmt.
Was das konkret heisst
Aus dem Befund lassen sich drei Handgriffe ableiten, die jeder Betrieb heute angehen kann.
- Weiterbildung als Dauerlinie planen, nicht als Jahrespflicht. Ein fester Rhythmus schlägt die einmalige Pflichtübung.
- Auf Können zielen, nicht auf Werkzeugkunde. Inhalte gehören an das Fach und den Arbeitsalltag, nicht daneben.
- Lernfortschritt sichtbar und überprüfbar machen. Was sich belegen lässt, verpufft nicht, und im Ernstfall, etwa bei einem Audit, zählt genau das.
Der digitale Wandel wartet nicht auf die perfekte Schulung. Er belohnt jene, die kontinuierlich dranbleiben und ihr Können belegen können.
Wer hinter NFP 77 steht
Das Nationale Forschungsprogramm «Digitale Transformation» (NFP 77) ist ein Programm des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Über fünf Jahre haben rund 46 Forschungsgruppen untersucht, wie der digitale Wandel die Schweiz verändert, in drei Feldern: Bildung und Lernen, Arbeitsmarkt und Wirtschaft, Demokratie und Governance. Die Erkenntnisse sind im Synthesebericht zu zwölf Impulsen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verdichtet. Impuls 6 betrifft die kontinuierliche digitale Weiterbildung der Lehrpersonen.
KALYX ist an dem Programm nicht beteiligt. Wir greifen den Befund auf, weil er über die Schule hinaus gilt.
Weiterlesen
- Wie ein Schulungsnachweis ein Audit übersteht: Schulungsnachweis fürs Audit
- Pflichtschulungen im KMU ohne Papierkram: zum Beitrag
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Quellen: NFP 77 Synthesebericht «Digitale Transformation» (nfp77.ch, snf.ch), Impuls 6.
Geprüft und freigegeben von Fabian Kreher, Gründer von KALYX am 23 septembre 2026. Formuliert mit KI-Unterstützung.

